Aktualisiert am 22.10.2026 · Redaktion Energieausweis-Preise.at · Quellen am Ende des Artikels
Die farbige Skala auf Seite 1 des Energieausweises ordnet ein Gebäude in eine Energieklasse ein. In Österreich gibt es derzeit zwei Skalen nebeneinander: die bisherige von A++ bis G und die neue von A bis G. Hier finden Sie beide Tabellen und erfahren, wie Sie Inserate richtig vergleichen.
Kurz gesagt
- Bisherige Skala: A++ bis G, eigene Klassen für HWB, PEB, CO2 und fGEE.
- Neue Skala seit 2025: A bis G, Hauptwert ist der Endenergiebedarf (EEB). Gilt bisher in Wien und Tirol.
- Fossil beheizte Gebäude tragen in der neuen Skala den Zusatz „fossil“ und können Klasse A nicht erreichen.
- Die neue Skala ist strenger: Dieselbe Wohnung kann von C auf E rutschen.
Ausweise nach der OIB-Richtlinie 6, Ausgabe 2019, zeigen für vier Werte je eine eigene Klasse. Die meisten Ausweise in Österreich sehen so aus.
| Klasse | HWB_Ref,SK (kWh/m²a) | PEB_SK (kWh/m²a) | CO2eq,SK (kg/m²a) | fGEE,SK |
|---|---|---|---|---|
| A++ | bis 10 | bis 60 | bis 8 | bis 0,55 |
| A+ | bis 15 | bis 70 | bis 10 | bis 0,70 |
| A | bis 25 | bis 80 | bis 15 | bis 0,85 |
| B | bis 50 | bis 160 | bis 30 | bis 1,00 |
| C | bis 100 | bis 220 | bis 40 | bis 1,75 |
| D | bis 150 | bis 280 | bis 50 | bis 2,50 |
| E | bis 200 | bis 340 | bis 60 | bis 3,25 |
| F | bis 250 | bis 400 | bis 70 | bis 4,00 |
| G | über 250 | über 400 | über 70 | über 4,00 |
Im Inserat genannt werden HWB und fGEE – die Klasse wird oft freiwillig dazugeschrieben. Was die Werte bedeuten: HWB-Wert und fGEE-Wert.
Die OIB-Richtlinie 6, Ausgabe September 2025, setzt die EU-Gebäuderichtlinie 2024/1275 um. Sie kennt nur noch sieben Klassen von A bis G. Der wichtigste Wert ist jetzt der Endenergiebedarf (EEB); die Klasse des EEB ist die Gesamtenergieeffizienzklasse. Der HWB wird auf derselben Skala eingeordnet.
| Klasse | HWB_Ref,SK (kWh/m²a) | EEB_SK (kWh/m²a) |
|---|---|---|
| A | bis 40 | bis 90 |
| B | über 40 bis 60 | über 90 bis 110 |
| C | über 60 bis 75 | über 110 bis 125 |
| D | über 75 bis 85 | über 125 bis 140 |
| E | über 85 bis 100 | über 140 bis 155 |
| F | über 100 bis 120 | über 155 bis 175 |
| G | über 120 | über 175 |
Neue Rechenannahme: Die Ausgabe 2025 rechnet mit 20 statt 22 °C Innentemperatur. Der HWB fällt dadurch laut Wirtschaftsministerium um rund 12 % niedriger aus – gleichzeitig sind die Klassengrenzen enger. Alte und neue Werte sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Neu ist die Kennzeichnung „fossil“. Wird ein Gebäude mit Gas, Öl oder nicht erneuerbarer Fernwärme beheizt, steht neben der Klasse der Zusatz „fossil“, etwa „C fossil“. Diese Gebäude können Klasse A nicht erreichen – auch wenn sie sehr gut gedämmt sind. Als nicht fossil gelten Biomasse, erneuerbare Fernwärme, Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung und Strom, also etwa die Wärmepumpe.
Ab einer Klasse schlechter als C enthält der neue Ausweis den Hinweis, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Wo es die gibt, steht unter Energieberatung in Österreich.
| Bundesland | Neue Ausweise (Stand 22.10.2026) |
|---|---|
| Wien | neues Format A bis G, seit 15. Juli 2026 |
| Tirol | neues Format A bis G, seit Juli 2026 |
| Niederösterreich, Kärnten | bisherige Skala A++ bis G (OIB-Richtlinie 6, Ausgabe 2023 – gleiche Klassen wie 2019) |
| Steiermark, Oberösterreich, Vorarlberg, Burgenland | bisherige Skala A++ bis G (Ausgabe 2019) |
| Salzburg | bisherige Skala (Ausgabe 2015 mit Abweichungen) |
Bestehende Ausweise bleiben 10 Jahre ab Ausstellung gültig, egal in welchem Format. Ein Wechsel ist nicht nötig, nur weil sich die Skala geändert hat. Alles zur Rechtslage: EAVG erklärt.
Das hängt vor allem vom Baujahr und vom Sanierungsstand ab. Grob gilt für die bisherige HWB-Skala: Neubauten der letzten Jahre erreichen A oder B, gut sanierte Altbauten B oder C, unsanierte Häuser aus der Nachkriegszeit liegen oft bei D bis F. Bei Wohnungen in größeren Mehrparteienhäusern sind die Werte meist besser als bei frei stehenden Häusern gleichen Alters.
In Deutschland gilt eine andere Skala: Sie reicht von A+ bis H und bezieht sich auf den Endenergiebedarf, nicht auf den Heizwärmebedarf. Ratgeber und Rechner aus Deutschland lassen sich deshalb nicht auf österreichische Ausweise übertragen.
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In der bisherigen Skala gelten A++ bis B als gut, C als mittel und ab D als schlecht. In der neuen, strengeren Skala ist schon B ein guter Wert, A erreichen fast nur Neubauten ohne fossile Heizung.
Das Gebäude liegt in Klasse C und wird mit einem fossilen Energieträger beheizt, etwa Gas oder Öl. Fossil beheizte Gebäude können Klasse A nicht erreichen.
Nur auf Ausweisen im bisherigen Format. Die neue Skala reicht von A bis G.
Seit 1. Juli 2026 die Gesamtenergieeffizienzklasse, also die Klasse des Endenergiebedarfs, zusammen mit HWB und EEB. Bei Ausweisen im bisherigen Format genügen HWB und fGEE.
Die HWB-Klasse verbessern Sie über die Gebäudehülle: Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke, neue Fenster. Die Gesamtenergieeffizienzklasse verbessert sich zusätzlich durch eine effiziente, erneuerbare Heizung und eine Photovoltaikanlage.